Tarifvertrag kurzarbeit ig bce

In Österreich wurde ein nationaler Standard für kurzfristige Beschäftigung erreicht, um Arbeitsplatzverluste zu vermeiden. Sie gilt für alle Sektoren für einen Zeitraum von drei Monaten, kann aber verlängert werden. Betriebsräte und Gewerkschaften haben die Mitbestimmungsrechte garantiert, und die Vorschläge müssen ihre Zustimmung haben. In Belgien und Italien streiten sich die IndustriALL-Tochtergesellschaften über die Einstufung des gesamten Chemiesektors als wesentliche Dienstleistungen, was dazu geführt hat, dass Arbeitnehmer, die Produkte wie Sellotape herstellen, nicht zur Isolation nach Hause geschickt werden. Italienische Chemiegewerkschaften haben mit den Chemie-Arbeitgeberverbänden Vereinbarungen über ein gemeinsames Management im Krisenfall unterzeichnet. In Deutschland hat sich die IG BCE mit dem Arbeitgeberverband BAVC auf den bis Ende dieses Jahres anbeschworenen “Krisenabkommen” geeinigt. Die Vereinbarung ermöglicht Lohnerhöhungen für Arbeitnehmer, die Kurzarbeit haben. Die IG BCE sagt, dass Kurzarbeit in der Branche, in der rund 1,1 Millionen Menschen beschäftigt sind, schnell an der Tagesordnung sein wird. Die Gewerkschaft führe Informationswebinare für ihre Betriebsratsvertreter. Bereits 9,3 Prozent der Industrieunternehmen hätten Kurzarbeit eingeführt, mit großen Unterschieden von Region zu Region, so Ifo. “Die chemische Industrie stützt die Weltwirtschaft, und unsere angeschlossenen Chemiegewerkschaften reagieren mit Stärke und Reife auf diese Krise.

Wir sehen starke nationale Vereinbarungen, viele spezifische Krisenvereinbarungen mit nationalen und globalen Unternehmen und eine Flexibilität der Produktion, um wichtige Ausrüstung für den Kampf gegen die Pandemie herzustellen.” Der Chemiesektor profitiert auch von weiteren Vorteilen einer 90%igen Erhöhung von Tarifverträgen, Steueraufschiebungen und Verschiebungen, Garantien und zinslosen Krediten. Ein QUARTAL AUF KURZ-ZEIT ARBEITWirtschaftsanalysten des Deutschen Ifo-Instituts haben gesagt, dass die Kurzarbeit in Deutschland in den nächsten drei Monaten um 25,6 % steigen wird, die Chemiebranche rechnet nur mit einem Anstieg um 14 %, gefolgt von der Lebensmittelindustrie, für die sie ein Plus von 6 % erwartet. Auch in allen Sektoren wurden erweiterte Kurzarbeitsvorschriften eingeführt, aber die chemische Industrie – zusammen mit dem Lebensmittelsektor – hat daraus noch keine nennenswerten Auswirkungen verzeichnet. Angesichts der Gesundheitskrise, die durch die Epidemieausbreitung von Covid 19 und die anschließenden Einschließungsmaßnahmen verursacht wurde, sind die wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Auswirkungen schwerwiegend. Sozialpartner und Gewerkschaften in den OECD-Ländern geben Antworten, Vereinbarungen und Aufrufe zum Handeln ab. Im Folgenden finden Sie eine Momentaufnahme dieser Initiativen aus 25 Ländern. Sie wird regelmäßig aktualisiert und auf andere OECD- und Nicht-OECD-Länder ausgeweitet, um in diesen kritischen Zeiten den Austausch bewährter Verfahren zu ermöglichen. Auch auf Branchenebene werden Aktionen vorgestellt – auch über internationale Gewerkschaftsressourcenseiten.