Title:
Zooloretto SPIEL des Jahres 2007
Description:
Spielziel
Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Zoobesitzern und versuchen möglichst viele Besucher in ihren Zoo zu locken. Dafür müssen sie ihre Gehege mit passenden Tieren füllen und auch für das leibliche Wohl der Besucher sorgen. Sind die Gehege allerdings voll, müssen die Tiere in den Stall und bringen ihrem Besitzer am Ende Minuspunkte. Eine ausgewogene Mischung aus den richtigen Tieren und genügend Verkaufsständen sorgt für die besten Sieges-Chancen.
Ablauf
Die Spieler erhalten jeweils eine Zootafel. In der Tischmitte werden die Transportwägen und die Nachziehplättchen aufgebaut. Auf den Plättchen sind Tiere, Geld und Verkaufsstände aufgedruckt und sie bestimmen im Spielverlauf die Gestaltung der Zoogehege.
Wer an der Reihe ist, hat folgende Aktionsmöglichkeiten:
1. Ein Plättchen auf einen Transportwagen legen: Man zieht ein verdecktes Kärtchen und legt es auf einen freien Platz in einem der Transportwägen. Dies geht natürlich nur, so lange noch freie Plätze vorhanden sind.
2. Einen Transportwagen nehmen und aussteigen: Man wählt einen ganz oder teilweise belegten Wagen aus und legt die Tierplättchen in seinen Zoo - entweder in den Stall oder in ein Gehege. Das ausgewählte Gehege muss entweder leer sein oder Tiere derselben Rasse beinhalten. Verkaufsstände kommen auf die dafür vorgesehenen Flächen und Münzplättchen zum eigenen Münzvorrat. Mit diesem Zug endet für den Spieler die Runde. Erst wenn die Runde beendet ist, steigt er wieder ins Spiel ein.
3. Eine Geldaktion ausführen: Es gibt 3 Möglichkeiten, sein Geld zu investieren ...
a) Umbau
Gegen Abgabe einer Münze versetzt der Spieler entweder ein einzelnes Tierplättchen bzw. einen Verkaufsstand oder er tauscht alle Plättchen in einem Gehege gegen die Plättchen eines anderen Bereichs.
b) Kauf oder Abgabe eins Plättchen
Für zwei Münzen darf man aus dem Stall eines Mitspielers ein Tier kaufen. Dieser kann sich gegen den Kauf nicht wehren, erhält aber als Entschädigung eine der beiden Münzen. Alternativ kann man für zwei Münzen ein beliebiges eigenes Tier aus seinem Stall entfernen.
c) Zoo-Ausbau
Für drei Münzen kann man seinen Zoo einmalig um ein Gehege erweitern.
Eine Spielrunde endet, sobald jeder Spieler einen Transportwagen genommen hat. Die nächste Runde beginnt bei jenem Spieler, der den letzten Wagen erhalten hat.
Eine weitere Möglichkeit an Münzen zu kommen ist das Füllen eines Gehege bis zum letzten Feld. Dann gibt es 1 bis 2 Münzen als Belohnung.
Unter den Tieren gibt es auch paarungsfähige Männchen und Weibchen. Kommen solche in dasselbe Gehege, zeugen sie Nachwuchs, der in Form von Jungtierplättchen sofort ins gleiche Gehege gelegt wird.
Sobald die Spieler beim Nachziehen zum Stapel mit den letzten 15 Plättchen greifen müssen, wird die laufende Runde zu Ende gespielt und anschließend abgerechnet. Für volle Gehege gibt es jeweils die volle Punktzahl, fehlt ein Tier, erhält der Spieler weniger Punkte (diese sind von der Größe der Gehege abhängig). Fehlt in einem Gehege mehr als ein Tier, gibt es nur Punkte, wenn neben diesem Gehege ein Verkaufsstand steht. Für alle verschiedenen Verkaufsstand-Typen gibt es ebenfalls Punkte. Allerdings gibt es auch Negativpunkte für jede Tiersorte im eigenen Stall! Es gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.
Fazit
Mit Zooloretto überträgt Michael Schacht den Grundmechanismus seines prämierten Kartenspiels Coloretto (2003) auf das Spielbrett und ergänzt dieses um einige zusätzliche spielerische Elemente. Gleichzeitig erhält das ursprünglich abstrakte Spiel mit der Zoolandschaft und den sich darin tummelnden Tieren einen weltlichen und ansprechenden Charakter. Die Münzen und Transportwägen aus Holz werten das ansonsten aus Pappmaterial bestehende Spiel auf.
Zooloretto ist ein Spiel mit niedriger Einstiegshürde und eingängigem Mechanismus. Allerdings fehlt die Kurzübersicht, um die Kosten für die einzelnen Aktionen darzustellen. Im Gegensatz zu Coloretto erhalten die Spieler durch die Komponente Geld einige zusätzliche taktische Möglichkeiten. Sie können Tiere versetzen, zwischen den Gehegen tauschen und ihren Mitspielern abkaufen. Dadurch sind sie in der Lage, innerhalb ihres Zoogeländes zu optimieren und ihre Siegpunkte zu verbessern. Die verschiedenen Tiersorten und deren Option der Fortpflanzung bei gemeinsamer Unterbringung von Männlein und Weiblein in einem gemeinsamen Gehege vermitteln ein stimmiges Spielgefühl.
Da Münzen häufig Mangelware sind, muss deren Einsatz wohl überlegt sein. Wer die Münzen für den Gehegeanbau nutzen und dort Tiere aus seinem Stall platzieren möchte, muss schon einmal mindestens 4 Münzen besitzen. Wer Tiersorten sammelt, sollte prüfen, welche der Mitspieler diese Tiersorte ebenfalls sammeln und ggf. die bereits ausliegenden Tiere durchzählen. Wer dies nicht tut, wartet unter Umständen vergebens auf weitere Tiere dieser Sorte!
Nichtsdestotrotz darf der Glücksaspekt nicht unterschätzt werden. Wer kurz vor Spielende einen Transportwagen mit sehr passenden Tieren ergattert und damit seine Gehege vervollständigt, kann dadurch seinen Stand auf der Punkteskala um bis zu 10 Punkte verbessern. Sollte man im Gegensatz kurz vor Ende noch einmal zwei nicht passende Tiere in seinen Zoo/Stall aufnehmen müssen, so fährt man sich schnell 4 Minuspunkte ein. Da in den meisten Fällen die Siegpunkte zu Spielende zwischen 20 und 30 liegen, ist ein Absturz von Platz 1 auf den letzten Platz nicht auszuschließen. Allerdings erhebt Zooloretto nicht den Anspruch auf übermäßige taktische Tiefe. Der Glücksfaktor ist gewollt vorhanden und lässt sich durch taktisch kluges Spiel lediglich abmildern.
Zooloretto als Familienspiel weiß diese Zielgruppe für ca. 30 bis 45 Minuten kurzweilig zu unterhalten und ein gelegentliches Ründchen unter Vielspielern wird sicher auch nicht abgelehnt.
Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Zoobesitzern und versuchen möglichst viele Besucher in ihren Zoo zu locken. Dafür müssen sie ihre Gehege mit passenden Tieren füllen und auch für das leibliche Wohl der Besucher sorgen. Sind die Gehege allerdings voll, müssen die Tiere in den Stall und bringen ihrem Besitzer am Ende Minuspunkte. Eine ausgewogene Mischung aus den richtigen Tieren und genügend Verkaufsständen sorgt für die besten Sieges-Chancen.
Ablauf
Die Spieler erhalten jeweils eine Zootafel. In der Tischmitte werden die Transportwägen und die Nachziehplättchen aufgebaut. Auf den Plättchen sind Tiere, Geld und Verkaufsstände aufgedruckt und sie bestimmen im Spielverlauf die Gestaltung der Zoogehege.
Wer an der Reihe ist, hat folgende Aktionsmöglichkeiten:
1. Ein Plättchen auf einen Transportwagen legen: Man zieht ein verdecktes Kärtchen und legt es auf einen freien Platz in einem der Transportwägen. Dies geht natürlich nur, so lange noch freie Plätze vorhanden sind.
2. Einen Transportwagen nehmen und aussteigen: Man wählt einen ganz oder teilweise belegten Wagen aus und legt die Tierplättchen in seinen Zoo - entweder in den Stall oder in ein Gehege. Das ausgewählte Gehege muss entweder leer sein oder Tiere derselben Rasse beinhalten. Verkaufsstände kommen auf die dafür vorgesehenen Flächen und Münzplättchen zum eigenen Münzvorrat. Mit diesem Zug endet für den Spieler die Runde. Erst wenn die Runde beendet ist, steigt er wieder ins Spiel ein.
3. Eine Geldaktion ausführen: Es gibt 3 Möglichkeiten, sein Geld zu investieren ...
a) Umbau
Gegen Abgabe einer Münze versetzt der Spieler entweder ein einzelnes Tierplättchen bzw. einen Verkaufsstand oder er tauscht alle Plättchen in einem Gehege gegen die Plättchen eines anderen Bereichs.
b) Kauf oder Abgabe eins Plättchen
Für zwei Münzen darf man aus dem Stall eines Mitspielers ein Tier kaufen. Dieser kann sich gegen den Kauf nicht wehren, erhält aber als Entschädigung eine der beiden Münzen. Alternativ kann man für zwei Münzen ein beliebiges eigenes Tier aus seinem Stall entfernen.
c) Zoo-Ausbau
Für drei Münzen kann man seinen Zoo einmalig um ein Gehege erweitern.
Eine Spielrunde endet, sobald jeder Spieler einen Transportwagen genommen hat. Die nächste Runde beginnt bei jenem Spieler, der den letzten Wagen erhalten hat.
Eine weitere Möglichkeit an Münzen zu kommen ist das Füllen eines Gehege bis zum letzten Feld. Dann gibt es 1 bis 2 Münzen als Belohnung.
Unter den Tieren gibt es auch paarungsfähige Männchen und Weibchen. Kommen solche in dasselbe Gehege, zeugen sie Nachwuchs, der in Form von Jungtierplättchen sofort ins gleiche Gehege gelegt wird.
Sobald die Spieler beim Nachziehen zum Stapel mit den letzten 15 Plättchen greifen müssen, wird die laufende Runde zu Ende gespielt und anschließend abgerechnet. Für volle Gehege gibt es jeweils die volle Punktzahl, fehlt ein Tier, erhält der Spieler weniger Punkte (diese sind von der Größe der Gehege abhängig). Fehlt in einem Gehege mehr als ein Tier, gibt es nur Punkte, wenn neben diesem Gehege ein Verkaufsstand steht. Für alle verschiedenen Verkaufsstand-Typen gibt es ebenfalls Punkte. Allerdings gibt es auch Negativpunkte für jede Tiersorte im eigenen Stall! Es gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.
Fazit
Mit Zooloretto überträgt Michael Schacht den Grundmechanismus seines prämierten Kartenspiels Coloretto (2003) auf das Spielbrett und ergänzt dieses um einige zusätzliche spielerische Elemente. Gleichzeitig erhält das ursprünglich abstrakte Spiel mit der Zoolandschaft und den sich darin tummelnden Tieren einen weltlichen und ansprechenden Charakter. Die Münzen und Transportwägen aus Holz werten das ansonsten aus Pappmaterial bestehende Spiel auf.
Zooloretto ist ein Spiel mit niedriger Einstiegshürde und eingängigem Mechanismus. Allerdings fehlt die Kurzübersicht, um die Kosten für die einzelnen Aktionen darzustellen. Im Gegensatz zu Coloretto erhalten die Spieler durch die Komponente Geld einige zusätzliche taktische Möglichkeiten. Sie können Tiere versetzen, zwischen den Gehegen tauschen und ihren Mitspielern abkaufen. Dadurch sind sie in der Lage, innerhalb ihres Zoogeländes zu optimieren und ihre Siegpunkte zu verbessern. Die verschiedenen Tiersorten und deren Option der Fortpflanzung bei gemeinsamer Unterbringung von Männlein und Weiblein in einem gemeinsamen Gehege vermitteln ein stimmiges Spielgefühl.
Da Münzen häufig Mangelware sind, muss deren Einsatz wohl überlegt sein. Wer die Münzen für den Gehegeanbau nutzen und dort Tiere aus seinem Stall platzieren möchte, muss schon einmal mindestens 4 Münzen besitzen. Wer Tiersorten sammelt, sollte prüfen, welche der Mitspieler diese Tiersorte ebenfalls sammeln und ggf. die bereits ausliegenden Tiere durchzählen. Wer dies nicht tut, wartet unter Umständen vergebens auf weitere Tiere dieser Sorte!
Nichtsdestotrotz darf der Glücksaspekt nicht unterschätzt werden. Wer kurz vor Spielende einen Transportwagen mit sehr passenden Tieren ergattert und damit seine Gehege vervollständigt, kann dadurch seinen Stand auf der Punkteskala um bis zu 10 Punkte verbessern. Sollte man im Gegensatz kurz vor Ende noch einmal zwei nicht passende Tiere in seinen Zoo/Stall aufnehmen müssen, so fährt man sich schnell 4 Minuspunkte ein. Da in den meisten Fällen die Siegpunkte zu Spielende zwischen 20 und 30 liegen, ist ein Absturz von Platz 1 auf den letzten Platz nicht auszuschließen. Allerdings erhebt Zooloretto nicht den Anspruch auf übermäßige taktische Tiefe. Der Glücksfaktor ist gewollt vorhanden und lässt sich durch taktisch kluges Spiel lediglich abmildern.
Zooloretto als Familienspiel weiß diese Zielgruppe für ca. 30 bis 45 Minuten kurzweilig zu unterhalten und ein gelegentliches Ründchen unter Vielspielern wird sicher auch nicht abgelehnt.
Max Number of Players:
2-5
Category:
Animals
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Publisher:
Abacus
Playing Time:
45
Year Published:
2007
Designer:
Michael Schacht
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Artist:
Design/Main Michael Schacht
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Suggested Ages:
8
Family:
Yes
Date Added:
2018-06-21 11:58:27
Automatic Estimated Value:
~11,92 €
Automatic Estimated Date:
2024-10-20
Date Added:
2018-06-21 11:58:27