Title:
Mitternachtsparty
Description:
Maskenball auf Schloß Schlotterstein: Die Gäste amüsieren sich königlich, genießen den Abend in vollen Zügen, tanzen, lachen und singen. Da schlägt die Turmuhr zwölf Mal und plötzlich sind alle irgendwie unangenehm berührt. Auf einmal geht ein kalter, feuchter Lufthauch durch das Schloß, die Kerzen auf den großen Kronleuchtern beginnen zu flackern, einige verlöschen. Einige Damen fallen prophylaktisch in Ohnmacht, andere stehen wie gelähmt da und harren der zukünftigen Dinge. Eisige Stille ist in die Partygesellschaft eingekehrt. Alle, die zuvor noch in anregenden Geprächen auf der Galerie herum flaniert haben, sehen, wie sich knarrend die Kellertüre öffnet und das gefürchtete und berüchtigte Gespenst Hugo von Schlotterstein auf seine nächtliche Tour geht. Alle versuchen so schnell wie möglich von der Galerie in die angrenzenden Zimmer zu flüchten, doch in jedem Zimmer ist zum Verstecken nur Platz für einen. Wer es nicht rechtzeitig schafft, vor Hugo zu fliehen, wird von ihm in den Keller gesperrt. Doch wenn Hugo auch gefürchtet ist, so kommen doch letztlich alle ohne großen Schaden davon: Denn nach der Geisterstunde ist der Spuk vorbei und bei einigen wenigen Partygästen erinnert nur ein leichter Schnupfen an den feucht-nassen Aufenthalt im Keller...
Diese Erzählung ist auch bereits gleichzeitig der Hintergrund eines sehr amüsanten Spieles, der ”Mitternachtsparty”, das sich geradezu für Silvester anbietet. Auf einem Spielplan ist in der Mitte der Keller mit seinen Treppen dargestellt, ringsum befindet sich die oben erwähnte Galerie mit den angrenzenden Zimmern. Jeder Spieler nennt einige Partygäste sein eigen und muß nun würfeln. Er kann die entsprechende Augenzahl mit einer seiner Figuren ziehen, am besten ist es natürlich, wenn man auf diese Weise möglichst rasch alle seine Gäste in Gemächern unterbringt. Doch ist dies nicht so einfach, denn auf zwei Würfelseiten ist Hugo, das Gespenst von Schloß Schlotterstein dargestellt: Wer ihn würfelt, kann mit keiner seiner Figuren fahren sondern er muß gleich mehrere Felder mit Hugo zurücklegen. Wenn Hugo mit jemandem auf das gleiche Feld kommt oder darüber hinwegzieht, wird die entsprechende Spielfigur im Keller deponiert und dafür gibt es Minuspunkte, begonnen von -10 bis -2. In zwei bestimmten Fluchtzimmern werden Pluspunkte vergeben, in zwei weiteren gibt es einen Minuspunkt, den sogenannten Gruselpunkt, da hier zwei ”Gespensterlehringe” untergebracht sind. Im Vergleich zu den Minuspunkten, welche man bei der Kellerpartie mit Hugo ”kassiert”, sind diese zwei Räume beinahe ein Genuß. Gewonnen hat nach drei solchen Partys schließlich derjenige mit dem höchsten Punktestand. Dabei kann es durchaus vorkommen, daß auch dieser höchste Punktestand noch im negativen Bereich ist.
”Mitternachtsparty” ist rundum gelungen und gleichzeitig auch ein klassisches Beispiel für eine Spielidee, welche erst durch den Bezug zur Realität aufregend und interessant wird. Denn genauso gut hätte man das ganze Spiel abstrakt aufbauen können: Auf einem Rundkurs würden Spielsteine stehen, welche von einer anderen Spielfigur geschlagen werden können, wenn man sie nicht rechtzeitig ”nach Hause” bringt. Doch dieses Spiel wäre bereits recht bald ohne Spielreiz. Ganz im Gegenteil dazu steht die Ausführung der Mitternachtsparty: Vor Hugo zu fliehen, ist ein Abenteuer, daß sich niemand sobald entgehen läßt, vor allem identifiziert man sich mit den Plastikpartygästen und daher ist die Spannung stets aufs Neue vorhanden.
Wenn Sie für Silvester ein geeignetes Gespenst suchen, Hugo ist dafür durchaus brauchbar, egal ob er nur zwei oder gar acht Gäste verfolgt.
Diese Erzählung ist auch bereits gleichzeitig der Hintergrund eines sehr amüsanten Spieles, der ”Mitternachtsparty”, das sich geradezu für Silvester anbietet. Auf einem Spielplan ist in der Mitte der Keller mit seinen Treppen dargestellt, ringsum befindet sich die oben erwähnte Galerie mit den angrenzenden Zimmern. Jeder Spieler nennt einige Partygäste sein eigen und muß nun würfeln. Er kann die entsprechende Augenzahl mit einer seiner Figuren ziehen, am besten ist es natürlich, wenn man auf diese Weise möglichst rasch alle seine Gäste in Gemächern unterbringt. Doch ist dies nicht so einfach, denn auf zwei Würfelseiten ist Hugo, das Gespenst von Schloß Schlotterstein dargestellt: Wer ihn würfelt, kann mit keiner seiner Figuren fahren sondern er muß gleich mehrere Felder mit Hugo zurücklegen. Wenn Hugo mit jemandem auf das gleiche Feld kommt oder darüber hinwegzieht, wird die entsprechende Spielfigur im Keller deponiert und dafür gibt es Minuspunkte, begonnen von -10 bis -2. In zwei bestimmten Fluchtzimmern werden Pluspunkte vergeben, in zwei weiteren gibt es einen Minuspunkt, den sogenannten Gruselpunkt, da hier zwei ”Gespensterlehringe” untergebracht sind. Im Vergleich zu den Minuspunkten, welche man bei der Kellerpartie mit Hugo ”kassiert”, sind diese zwei Räume beinahe ein Genuß. Gewonnen hat nach drei solchen Partys schließlich derjenige mit dem höchsten Punktestand. Dabei kann es durchaus vorkommen, daß auch dieser höchste Punktestand noch im negativen Bereich ist.
”Mitternachtsparty” ist rundum gelungen und gleichzeitig auch ein klassisches Beispiel für eine Spielidee, welche erst durch den Bezug zur Realität aufregend und interessant wird. Denn genauso gut hätte man das ganze Spiel abstrakt aufbauen können: Auf einem Rundkurs würden Spielsteine stehen, welche von einer anderen Spielfigur geschlagen werden können, wenn man sie nicht rechtzeitig ”nach Hause” bringt. Doch dieses Spiel wäre bereits recht bald ohne Spielreiz. Ganz im Gegenteil dazu steht die Ausführung der Mitternachtsparty: Vor Hugo zu fliehen, ist ein Abenteuer, daß sich niemand sobald entgehen läßt, vor allem identifiziert man sich mit den Plastikpartygästen und daher ist die Spannung stets aufs Neue vorhanden.
Wenn Sie für Silvester ein geeignetes Gespenst suchen, Hugo ist dafür durchaus brauchbar, egal ob er nur zwei oder gar acht Gäste verfolgt.
Max Number of Players:
2-8
Category:
Children’s Game
Dice
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Publisher:
Ravensburger
Playing Time:
30
Year Published:
1989
Designer:
Wolfgang Kramer
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Artist:
Franz Vohwinkel
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Date Added:
2018-06-21 12:05:04
Date Added:
2018-06-21 12:05:04