Title:
Der Tod in Venedig
Synopsis:
Der alternde deutsche Komponist Gustav von Aschenbach reist zur Erholung nach Venedig. In seinem Hotel begegnet er dem polnischen Knaben Tadzio, dessen kindlich-reine Schönheit ihn fasziniert. Fortan verbringt er seine Zeit damit, den Jungen zu beobachten, ohne jedoch engeren Kontakt mit ihm oder seiner Familie aufzunehmen. Als in der Stadt eine Choleraepidemie ausbricht, weigert sich Aschenbach abzureisen und stirbt schließlich im Liegestuhl am Strand, während er in den Anblick Tadzios versunken ist.
Luchino Visconti interessierte an Thomas Manns Novelle "Der Tod in Venedig” vor allem "das menschliche Drama eines Künstlers, die Geschichte seiner Einsamkeit und seiner Verzweiflung”. Es geht um Altern, Verfall und Tod, um das Sterben eines tief verunsicherten Menschen und den Zusammenbruch der Wertmaßstäbe einer degenerierten Gesellschaft. Das Dionysische siegt über das Apollinische, das Rauschhafte über die Vernunft. Thomas Mann hat als Schauplatz mit Bedacht Venedig gewählt, einen Ort, der nicht nur als Stadt der Liebe gilt, sondern auch als Symbol der Schönheit und des Verfalls. Musik aus Gustav Mahlers 3. und 5. Sinfonie untermalt die ästhetischen Bilder des elegischen Films "Tod in Venedig”, der die morbide Atmosphäre der Novelle kongenial wiedergibt, auch wenn Luchino Visconti aus dem berühmten Schriftsteller einen gescheiterten Komponisten macht und an einigen weiteren Stellen von der literarischen Vorlage abweicht.
Der auf apollinisches Maßhalten, auf Form, Zucht und Vernunft bedachte Künstler Aschenbach begegnet dem Dionysischen. Zuerst löst ein Fremder am Münchner Nordfriedhof bei ihm Reiselust aus, und er unterliegt der Verlockung. Ein schäbiges Schiff bringt ihn von Pula nach Venedig, und ein nicht authorisierter Gondoliere rudert ihn auf seiner Gondel, deren schwarzes Holz Aschenbach mit einem Sarg assoziiert, zum Lido. (Es ist, als ob Charon ihn über den Styx in den Hades bringen würde.) Am Lido verfällt er dem Anblick eines schönen Knaben, der ihn an eine vollendete antike Skulptur denken lässt. Selbst von der in Venedig wütenden Cholera lässt er sich nicht vertreiben.
Erliegt Aschenbach der Seuche, einem längeren Leiden oder gibt er sich auf, weil er ohne den schönen Knaben vor Augen nicht mehr leben mag? Thomas Mann lässt die Todesursache offen. Wichtiger ist der körperliche und moralische Verfall des Künstlers in der fauligen Atmosphäre einer morbiden Stadt. Thomas Mann hat als Schauplatz mit Bedacht Venedig gewählt, einen Ort, der nicht nur als Stadt der Liebe gilt, sondern auch als Symbol der Schönheit und des Verfalls.
Es geht um Altern, Verfall und Tod, um das Sterben eines tief verunsicherten Menschen und den Zusammenbruch der Wertmaßstäbe einer degenerierten Gesellschaft. Das Dionysische siegt über das Apollinische, das Rauschhafte über die Vernunft. Luchino Visconti meint: "Das wirkliche Thema des Films ist die Suche des Künstlers nach Vollendung und die Unmöglichkeit, je Vollendung zu finden; in dem Augenblick, in dem der Künstler zur Vollendung findet, erlischt er."
Thema:
Die Krankheit Depression ist charakterisiert durch Stimmungseinengung, Antriebshemmung, Denkhemmung, Schlafstörungen. Weitere Symptome können sein: übertriebene Sorge um die Zukunft, unter Umständen überbetonte Beunru-higung durch Bagatellstörungen im Bereich des eigenen Körpers, das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, Minderwertigkeit, Hilflosigkeit, sowie soziale Selbstisolation, Selbstentwertung und übersteigerte Schuldgefühle, dazu Müdigkeit, verringerte Konzentrations- und Entscheidungsfähigkeit, das Denken ist verlangsamt, sinn-loses Gedankenkreisen, dazu Störungen des Zeitempfindens. Häufig bestehen Reizbarkeit und Ängstlichkeit. Negative Gedanken und Eindrücke werden über- und positive Aspekte nicht adäquat bewertet. Das Gefühlsleben ist eingeengt, was zum Verlust des Interesses an der Umwelt führen kann. Bei einer schweren depressiven Episode kann der Erkrankte in seinem Antrieb so gehemmt sein, dass er nicht mehr einfachste Tätigkeiten, wie Körperpflege, Einkaufen oder Abwaschen verrichten kann. Der Schlaf ist nicht erholsam, das morgendliche Aufstehen bereitet Probleme, Morgentief. Die Depression ist die am häufigsten auftretende psychische Erkrankung. Bei Frauen werden Depressionen im Durchschnitt doppelt so oft wie bei Männern diagnostiziert. Dies kann auf eine verstärkte genetische Disposition von Frauen zur Depression hinweisen, aber auch mit den unterschiedlichen sozialen Rollen und Zuschreibungen zusammenhängen, da deutlich mehr Männer an meist depressionsbedingten Suiziden sterben als Frauen.
Filmtitel: Der Tod in Venedig
Regie: Luchino Visconti
Darsteller: Dirk Bogarde, Silvana Mangano, Björn Andrésen
Erscheinungsjahr: 1971
Altersbeschränkung: ab 12
Literatur zum Film: Literatur Heidi Möller u. Stephan Doering, Frankenstein und Belle de Jour
Thema: Depression
Literatur zum Thema: Depression, Martin Hautzinger
Luchino Visconti interessierte an Thomas Manns Novelle "Der Tod in Venedig” vor allem "das menschliche Drama eines Künstlers, die Geschichte seiner Einsamkeit und seiner Verzweiflung”. Es geht um Altern, Verfall und Tod, um das Sterben eines tief verunsicherten Menschen und den Zusammenbruch der Wertmaßstäbe einer degenerierten Gesellschaft. Das Dionysische siegt über das Apollinische, das Rauschhafte über die Vernunft. Thomas Mann hat als Schauplatz mit Bedacht Venedig gewählt, einen Ort, der nicht nur als Stadt der Liebe gilt, sondern auch als Symbol der Schönheit und des Verfalls. Musik aus Gustav Mahlers 3. und 5. Sinfonie untermalt die ästhetischen Bilder des elegischen Films "Tod in Venedig”, der die morbide Atmosphäre der Novelle kongenial wiedergibt, auch wenn Luchino Visconti aus dem berühmten Schriftsteller einen gescheiterten Komponisten macht und an einigen weiteren Stellen von der literarischen Vorlage abweicht.
Der auf apollinisches Maßhalten, auf Form, Zucht und Vernunft bedachte Künstler Aschenbach begegnet dem Dionysischen. Zuerst löst ein Fremder am Münchner Nordfriedhof bei ihm Reiselust aus, und er unterliegt der Verlockung. Ein schäbiges Schiff bringt ihn von Pula nach Venedig, und ein nicht authorisierter Gondoliere rudert ihn auf seiner Gondel, deren schwarzes Holz Aschenbach mit einem Sarg assoziiert, zum Lido. (Es ist, als ob Charon ihn über den Styx in den Hades bringen würde.) Am Lido verfällt er dem Anblick eines schönen Knaben, der ihn an eine vollendete antike Skulptur denken lässt. Selbst von der in Venedig wütenden Cholera lässt er sich nicht vertreiben.
Erliegt Aschenbach der Seuche, einem längeren Leiden oder gibt er sich auf, weil er ohne den schönen Knaben vor Augen nicht mehr leben mag? Thomas Mann lässt die Todesursache offen. Wichtiger ist der körperliche und moralische Verfall des Künstlers in der fauligen Atmosphäre einer morbiden Stadt. Thomas Mann hat als Schauplatz mit Bedacht Venedig gewählt, einen Ort, der nicht nur als Stadt der Liebe gilt, sondern auch als Symbol der Schönheit und des Verfalls.
Es geht um Altern, Verfall und Tod, um das Sterben eines tief verunsicherten Menschen und den Zusammenbruch der Wertmaßstäbe einer degenerierten Gesellschaft. Das Dionysische siegt über das Apollinische, das Rauschhafte über die Vernunft. Luchino Visconti meint: "Das wirkliche Thema des Films ist die Suche des Künstlers nach Vollendung und die Unmöglichkeit, je Vollendung zu finden; in dem Augenblick, in dem der Künstler zur Vollendung findet, erlischt er."
Thema:
Die Krankheit Depression ist charakterisiert durch Stimmungseinengung, Antriebshemmung, Denkhemmung, Schlafstörungen. Weitere Symptome können sein: übertriebene Sorge um die Zukunft, unter Umständen überbetonte Beunru-higung durch Bagatellstörungen im Bereich des eigenen Körpers, das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, Minderwertigkeit, Hilflosigkeit, sowie soziale Selbstisolation, Selbstentwertung und übersteigerte Schuldgefühle, dazu Müdigkeit, verringerte Konzentrations- und Entscheidungsfähigkeit, das Denken ist verlangsamt, sinn-loses Gedankenkreisen, dazu Störungen des Zeitempfindens. Häufig bestehen Reizbarkeit und Ängstlichkeit. Negative Gedanken und Eindrücke werden über- und positive Aspekte nicht adäquat bewertet. Das Gefühlsleben ist eingeengt, was zum Verlust des Interesses an der Umwelt führen kann. Bei einer schweren depressiven Episode kann der Erkrankte in seinem Antrieb so gehemmt sein, dass er nicht mehr einfachste Tätigkeiten, wie Körperpflege, Einkaufen oder Abwaschen verrichten kann. Der Schlaf ist nicht erholsam, das morgendliche Aufstehen bereitet Probleme, Morgentief. Die Depression ist die am häufigsten auftretende psychische Erkrankung. Bei Frauen werden Depressionen im Durchschnitt doppelt so oft wie bei Männern diagnostiziert. Dies kann auf eine verstärkte genetische Disposition von Frauen zur Depression hinweisen, aber auch mit den unterschiedlichen sozialen Rollen und Zuschreibungen zusammenhängen, da deutlich mehr Männer an meist depressionsbedingten Suiziden sterben als Frauen.
Filmtitel: Der Tod in Venedig
Regie: Luchino Visconti
Darsteller: Dirk Bogarde, Silvana Mangano, Björn Andrésen
Erscheinungsjahr: 1971
Altersbeschränkung: ab 12
Literatur zum Film: Literatur Heidi Möller u. Stephan Doering, Frankenstein und Belle de Jour
Thema: Depression
Literatur zum Thema: Depression, Martin Hautzinger
Format:
DVD
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Movie Release Year:
1971
Rating:
FSK 16
Barcode:
7321921387586
Genre:
Drama
Arthouse
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Show Type:
Movie
Date Added:
2018-02-07 21:37:20
Actors:
Dirk Bogarde
Romolo Valli
Mark Burns
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Directors:
Luchino Visconti
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Runtime:
125
Automatic Estimated Value:
~17,98 €
Automatic Estimated Date:
2024-12-22
Date Added:
2018-02-07 21:37:20